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Quelle: Blieskasteler Nachrichten
Datum: Freitag, 15. Juni 2007

Blieskasteler Feuerwehren führen einheitliches
Atemschutzüberwachungssystem ein

Ein Chemieunfall, ein Wohnhausbrand oder der Brand eines industriellen Betriebes; Atemschutz ist aus dem Feuerwehralltag nicht mehr wegzudenken. Die Geräte schützen die Einsatzkräfte vor gefährlichen Atemgiften, wie beispielsweise dem Brandrauch. Denn oftmals müssen die Feuerwehrfrauen und -männer in verrauchten Gebäuden nach Personen suchen oder den Brand direkt und effektiv im Gebäudeinnern bekämpfen. Die Blieskasteler Feuerwehren verwenden hauptsächlich Atemschutzgeräte mit einer oder zwei Flaschen komprimierter Atemluft, die je nach Einsatzart zwischen 20 und 30 Minuten Atemluft zur Verfügung stellen.
Kommt Atemschutz zum Einsatz, muss auch eine Atemschutzüberwachung durchgeführt werden. Dies schreibt die für Feuerwehren verbindliche Feuerwehr-Dienstvorschrift (FwDV) 7 vor. Die Überwachung dient zum einen der Unterstützung der unter Atemschutz vorgehenden Einsatzkräfte und zur regelmäßigen Kontrolle der Behälterdrücke, zum anderen aber auch zur Registrierung und Einsatzdokumentation.
Atemschutzüberwachung praktiziert jeder Blieskasteler Löschbezirk schon seit Einführung der entsprechenden Vorschrift. "Jeder Löschbezirk hat im Laufe der Zeit ein System eingeführt und angewandt, dass den Anforderungen einer Atemschutzüberwachung entspricht", so Werner Breier, Leiter Atemschutz der Feuerwehr der Stadt Blieskastel.
Jedoch wurde auch im Zuge der immer öfter zu praktizierenden nachbarschaftlichen Hilfe der Feuerwehren die Einführung eines einheitlichen Atemschutzüberwachungssystems unumgänglich. Im Jahr 2007 konnten die notwendigen Mittel bereitgestellt werden. Die Blieskasteler Feuerwehr schaffte 17 Überwachungstafeln der Lübecker Firma Dräger (Modell REGIS 300) an.
Am 24. Mai stellte Werner Breier im Niederwürzbacher Feuerwehrgerätehaus den Löschbezirksführern und Stellvertretern das System vor. Die Überwachungstafel bietet eine halbautomatische Unterstützung bei der Atemschutzüberwachung. Die Einsatzkräfte können sich in Trupps zu je zwei oder drei Feuerwehrangehörigen an der Tafel namentlich registrieren. Neben einer Tafel zur Notierung der Uhrzeit und des Behälterdruckes komplettieren drei rückwärts laufende Stoppuhren und eine Echtzeituhr die Überwachungstafel. Das beleuchtete Display sorgt für Übersichtlichkeit, auch bei Einsätzen in den Nachtstunden.
Sobald der Trupp das Atemschutzgerät angeschlossen hat, startet der Überwachende die Einsatzzeit (meist 30 Minuten). Nach einem drittel der Einsatzzeit warnt die Überwachungstafel akustisch und visuell den Überwachenden und fordert zur Eintragung der aktuellen Behälterdrücke auf. Nach zweidrittel der Einsatzzeit geschieht dies ebenfalls. Durch die elektronische Unterstützung sorgt das System für eine zusätzliche Entlastung der Einsatzkräfte. Die Überwachung kann von dem Maschinisten am Fahrzeug, dem Melder oder jeder sonstigen Einsatzkraft erledigt werden. "Die Verantwortung trägt aber weiterhin der Einheitsführer", zitierte Werner Breier die Feuerwehr-Dienstvorschrift 7.
Die Atemschutzüberwachung ist für den Einheitsführer auch ein taktisches Hilfsmittel, mit dem er jederzeit die generelle Lage im Gebäudeinnern, die Position der Trupps und deren Status ablesen kann. Breier erläuterte vor den versammelten Führungskräften nochmals die Einsatzgrundsätze im Atemschutzeinsatz und gab Informationen für eine effiziente Atemschutzüberwachung mit dem neuen System.
Nach der Vorstellung der Überwachungstafeln in den einzelnen Löschbezirken und der Unterweisung der Feuerwehrangehörigen, kann das neue einheitliche Atemschutzüberwachungssystem der Blieskasteler Feuerwehren im gesamten Stadtgebiet in Betrieb gehen.

Sebastian Weber
Lbz. Niederwürzbach






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