Home

Wir Über Uns
Chronik
Jugendwehr

Einsätze
Fahrzeuge
Technik
Infoportal

Pressespiegel
Bildergalerie


Pressespiegel
Quelle:

Lokalseite St. Ingberter Zeitung

Datum: Donnerstag, 03. August 2006

Sicherer Pieks nur in St. Ingbert

von sz-Redakteur Manfred Schetting

Während in Mandelbachtal und Blieskastel derzeit über eine Hepatitis-Impfung für alle aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr diskutiert wird, hat man in St. Ingbert schon vor ein paar Jahren Fakten geschaffen. Hier haben alle Feuerwehrleute bereits diese Schutzimpfung. Und auch in Gersheim ist der Impfstoff für die Mannen der Atemschutzwerkstatt schon geordert.

St. Ingbert/Blieskastel. Der Gemeinderat von Mandelbachtal hat kürzlich einstimmig beschlossen, den aktiven Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr im Ort eine Schutzimpfung gegen Hepatitis A und B anzubieten. Wer von den rund 300 Feuerwehrleute in der Gemeinde wünsche, werde immunisiert. Die erforderlichen Kosten will man in Mandelbachtal nachträglich im Haushalt bereitstellen. Und auch in Blieskastel will sich die CDU jetzt dafür einsetzen, dass die Feuerwehrleute vorsorglich eine Hepatitis-Impfung erhalten können (wir berichteten). "Ich halte diese Maßnahme zum Schutz der Feuerwehrleute für sehr wichtig", ließ Bürgermeistermeisterin Annelie Faber-Wegener vernehmen. In St. Ingbert waren ähnliche Forderungen hingegen in jüngster Zeit nicht zu hören. Das hat einen einfachen Grund.

Offenkundige Gefährdung

"Bei uns sind fast alle Feuerwehrleute gegen Hepatitis geimpft, und das schon seit ein paar Jahren", stellt Wehrführer Markus Hauck fest. Bereits um das Jahr 2000 hatte der Landesfeuerwehrverband eine Initiative gestartet, um aktive Feuerwehrleute gegen die von Viren verursachte Infektionskrankheit zu verschaffen. Die Hepatitis-B-Erreger werden meist durch Kontakt mit infiziertem Blut und Körperflüssigkeiten übertragen. Arbeiten in verunreinigten Gewässern oder das Abpumpen von Abwässern stellen mögliche Übertragungswege für Hepatitis A dar. "Beides sind Indikationen, die bei Feuerwehreinsätzen durchaus vorkommen", befand damals der Landesfeuerwehrverband und forderte die Gemeinden als Träger der Freiwilligen Feuerwehr auf, die Kosten einer solchen Impfung zu übernehmen.

"In St. Ingbert sind wir mit den Argumenten nach einigen Verhandlungen auf offene Ohren gestoßen", erinnert sich Hauck. Als einzige Kommune im Saarpfalz-Kreis hat die Mittelstadt in den Jahren 2002 und 2003 allen Feuerwehrleuten, die dies wollten, eine Hepatitis-A/B-Impfung bezahlt. "Die Impfung für etwa 140 Feuerwehrleute hat die Stadt damals 19700 Euro gekostet", sagt Stadt-Pressesprecher Peter Gaschott. Anders als derzeit in Mandelbachtal gehandelt kostete jede Impfung damals in St. Ingbert 140 Euro. Wobei die Stadt davon ausgeht, dass diese Impfungen erst nach zehn Jahren aufgefrischt werden müssen - und erst dann wieder Kosten entstehen. Wehrführer Hauck rechnete etwas anders: "Man muss überlegen, ob eine solche Impfung nicht auch für unsere neuen Feuerwehrkameraden nötig ist."

In Gersheim ist man ebenfalls schon etwas weiter als in Blieskastel und Mandelbachtal. "Bei uns werden demnächst Feuerwehrleute gegen Hepatitis A/B geimpft", kündigte Waltraud Rubeck, die für das Feuerwehrwesen zuständige Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung, an. Die Impfung sei allerdings zunächst nur für fünf Mann von der Feuerwehr-Atemschutzwerkstatt Bliesdalheim vorgesehen. "Der entsprechende Impfstoff ist bereits bestellt", sagt Rubeck. Was er inklusive Impfung kostet, wusste man in Gersheim aber noch nicht.

Hintergrund

Die hauptamtlich tätigen Feuerwehrleute, die überwiegend im Rettungsdienst eingesetzt werden, sind im Saarland gegen Hepatitis A und B geimpft. Für die ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehren besteht hingegen kein Rechtsanspruch auf die im Arbeitsschutzgesetz oder in der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen beschriebenen vorbeugenden Leistungen. Da eine Hepatitis-Impfung keine Vorschrift ist, gilt auch sie als vorbeugende Leistung, die nicht durch die Unfallversicherung der Feuerwehr übernommen wird. Daher müssen die Gemeinden als Träger der Freiwilligen Feuerwehren diese Kosten tragen. schet

Meinung

Gleiches Recht für alle Wehren

Von SZ-Redakteur Manfred Schetting

Mit einer flammenden Rede hat Gerhard Hartmann (FWG) kürzlich den Mandelbachtaler Gemeinderat überzeugt, den freiwilligen Feuerwehrleuten in der Gemeinde endlich einen Impfschutz gegen Gelbsucht zu verschaffen. Und die CDU hat inzwischen die gleiche Forderung für die Blieskasteler Wehren aufgestellt. Überraschenderweise fehlte aber hier wie da eine nahe liegendes Argument, das ein Blick in die Nachbarschaft ergeben hätte. In St. Ingbert sind die Floriansjünger schon vor gut drei Jahren auf Kosten der Stadt gegen Hepatitis immunisiert worden. Alleine aus Gründen der Gleichbehandlung wäre es schon damals nur recht und billig gewesen, in Blieskastel, Mandelbachtal und Gersheim nachzuziehen - denn dort sind Feuerwehrleute durch ihre Einsätze nicht weniger gefährdet als in der Mittelstadt. Gut, dass wenigstens jetzt was passiert. Es gilt: Besser spät als nie.






[Gästebuch] [Links] [Kontakt] [Sitemap] [Impressum]
© Feuerwehr Niederwürzbach
Kontakt: info@fwnwb.de