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Lokalseite St. Ingberter Zeitung

Datum: Montag, 22. Mai 2006

Sturm fällte die "Kaiserlinde"

Orkanböen zogen Spur der Verwüstung durch die nördlichen Stadtteile Blieskastels

von sz-Redakteur Carlo Schmude

Orkanartige Windböen zogen am Samstagnachmittag eine Schneise von Webenheim bis nach Niederwürzbach. "Prominentestes" Opfer war die alte Kaiserlinde vor der Bliesgau-Festhalle in Blieskastel. Herabstürzende Äste legten für kurze Zeit auch die Bahnlinie zwischen Lautzkirchen und Niederwürzbach lahm. Zum Glück kam durch den Sturm kein Mensch zu Schaden.

Blieskastel. "Am Samstagnachmittag zwischen 16.38 und 17.27 Uhr stand bei uns das Telefon nicht mehr still", schickt Polizei-Hauptkommissar Andreas Anton von der Polizeiinspektion Blieskastel am Sonntagmorgen seiner Bilanz zum vergangenen stürmischen Samstagnachmittag voraus. Ein Notruf nach dem anderen erreichte die Funkzentrale in der Molkereistraße in Webenheim. Vor allem Autofahrer und Fußgänger berichteten von zahlreichen umgestürzten Bäumen und Ästen, die die starken Windböen auf Straßen und Gehwege geschleudert hatten.

Auch die Feuerwehren der nördlichen Blieskasteler Stadtteile waren pausenlos im Einsatz, um die betroffenen Straßen und Plätze wieder freizuräumen. Auf der Bahnstrecke zwischen Lautzkirchen und Niederwürzbach musste von den Helfern Bruchholz von den Gleisen geräumt werden. Ein Zug konnte noch rechtzeitig vor den Hindernissen zum Stehen gebracht werden. In Mimbach schob der Wind sogar einen Altkleider-Container auf ein geparktes Auto. Insgesamt hielt sich der Sachschaden aber in Grenzen. Menschen wurden nicht verletzt. Der bedauerlichste Schaden entstand auf dem Platz vor der Bliesgau-Festhalle. Dort riss der Wind die alte, bereits morsche "Kaiserlinde" um. 1935 war die Linde an der Blickweilerstraße gepflanzt worden, wo sie auch 50 Jahre lang stehen durfte. Doch im Zuge der Straßenbaumaßnahme zur Verlegung der B 423 musste sie 1986 weichen. Die Blieskasteler Stadtverwaltung hatte damals erreicht, dass der mächtige Baum nicht einfach gefällt, sondern in einer groß angelegten Aktion samt Wurzel ausgegraben und vor die Bliesgau-Festhalle versetzt wurde. Fachleute hatten sie stets im Auge und wachten über ihr weiteres Gedeihen am neuen Standort. Für viele Blieskasteler schien die Umsetzung der Linde auch gelungen, denn über 20 Jahre lang trug der Baum stets dichte Belaubung und zeigte auch keinerlei äußerliche Anzeichen für Schäden. Doch der über das Saarland hinwegfegende Orkan war wohl stärker als die "Kaiserlinde". Zum Glück war an diesem ruhigen Samstagnachmittag der Platz menschenleer.






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