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Lokalseite St. Ingberter Zeitung

Datum: Donnerstag, 20. April 2006

Jugendwehr schrumpft

Lebensretter müssen ihr Metier heute stärker bewerben

Die Jugendfeuerwehren haben Nachwuchssorgen. In unserer Region zeigt sich das am deutlichsten in der Stadt St. Ingbert. Aber auch im ländlicheren Raum sehen Feuerwehr-Jugendwarte Probleme auf sich zukommen. Neben dem Geburtenrückgang sehen sie vor allem gesellschaftliche Veränderungen als Ursache, warum sich weniger junge Menschen für den Dienst an der Allgemeinheit erwärmen können.

von sz-Redakteur
Michael Beer

St. Ingbert. Im Sandkastenalter träumt zumindest jeder Junge von einem schicken Feuerwehrauto. In eine Wehr eintreten und später als Lebensretter Verantwortung übernehmen wollen später aber nur noch vergleichsweise wenige. Und so wie das Babygeschrei allgemein im Lande immer seltener zu hören ist, zählen auch die Feuerwehrchefs weniger junge Köpfe in ihren Reihen. Detlef Köberling, Vorsitzender des Feuerwehr-Landesverbandes, sagt, noch halte sich der Rückgang im Rahmen. Aber die Sorgen werden wachsen, wenn die Geburtenzahlen weiter sinken. In unserer Region sind die Jugendfeuerwehren gerade im ländlichen Raum noch vergleichsweise stark. Deutlich fällt der Rückgang in der Stadt St. Ingbert auf.

Joachim Milz, Stadtjugendwart der Feuerwehr: „Wir spüren das schon. Aber unter den Blinden ist der Einäugige ja König.“ Die Situation sei noch nicht dramatisch. Er hat Zahlen parat. Die Jugendwehr der Stadt zähle im Vergleich zu dem starken Jahr 2002, wo 116 Jugendliche an Bord waren, heute insgesamt noch 62 Mitglieder (siehe Grafik). Der Jugendwart betont, der starke Rückgang bedeute nicht, dass der Wehr die Menschen verloren gegangen seien. Der größte Teil sei in die Reihen der Aktiven übernommen worden. Gründe für den Rückgang sieht er nicht nur im demographischen Wandel, sondern auch im Freizeitverhalten.

Milz: „Die Feuerwehr ist nicht nur Spaß und Event, sie leistet einen wichtigen Beitrag im gesellschaftlichen Leben.“ Um die aktive Wehr in ihrer Stärke zu halten, sei die Jugendwehr, oft in den 70er und 80er Jahren aus der Taufe gehoben, heute unverzichtbar. Um die jungen Menschen zu erreichen, müsse man heute schon einiges bieten.

„Die jungen Leute kommen nicht mehr von alleine. Wir müssen schauen, wie wir sie erreichen.“ Das Gemeinschaftserlebnis stehe eher im Hintergrund, der Individualismus sei heute sehr stark ausgeprägt.

„Die jungen Leute kommen nicht mehr von alleine. Wir müssen schauen, wie wir sie erreichen.“

Joachim Milz, Feuerwehr-Jugendwart


Kommenden Mittwoch treffen sich die St. Ingberter Jugendwarte. Die Entwicklung der Mitgliederzahlen wird dann Thema sein. Milz möchte über Veranstaltungen und Schulbesuche Kinder und Jugendliche für das Thema Feuerwehr interessieren. Er denkt unter anderem an Flugblätter, die für die Aufgaben der Lebensretter werden. „Die Schools-Out-Party zu Beginn der Osterferien wäre eine Möglichkeit gewesen. Aber das war für uns noch zu früh.“ Es gelte erst einmal, mit den Kollegen Konzepte zu entwickeln.

Timo Meyer ist Löschbezirksführer von Rohrbach. Dort befindet sich die derzeit stärkste Jugendabteilung im Stadtgebiet mit 23 Mitgliedern. Meyer sagt: „Feuerwehr ist überwiegend eine Frage der Einstellung. Das Interesse für Technik muss da sein.“ Er ist froh darüber, dass seine Jugendabteilung noch relativ stark ist. Doch das funktioniere auch in Rohrbach nur, weil dort von engagierten Leuten eine gute Jugendarbeit mit Unternehmungen wie Radtouren, Bootsfahrten und Wettkämpfen geleistet werde.






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