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Lokalseite St. Ingberter Zeitung

Datum: Donnerstag, 19. Januar 2006

Unhaltbare Zustände bei Feuerwehr

Sicherheitsmängel im Gerätehaus – Wehrleute aus Niederwürzbach klagen Bürgermeisterin Faber-Wegener ihr Leid

Bei einem Besuch der Blieskasteler Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener bei den Niederwürzbacher Feuerwehrleuten, machten diese ihrem Unmut über die Zustände im Gerätehaus Luft. Nach ihren Angaben gibt es eklatante Sicherheitsmängel, und auch gesonderte Umkleiden und Duschen für weibliche Wehrkräfte fehlten. So könne man keinen Nachwuchs für die Feuerwehr gewinnen.

VON SZ-MITARBEITER
ERICH SCHWARZ

Niederwürzbach. Das hatte sich Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener bei ihrem Antrittsbesuch in Niederwürzbach sicherlich anders vorgestellt. Die Bürgermeisterin, gerade vier Monate im Amt, wollte sich bei der Jahreshauptversammlung des Löschbezirks Niederwürzbach über die Arbeit und die Lage bei den Niederwürzbacher Feuerwehrleuten informieren. Aber dabei bekam sie deren Unmut über die Situation des Gerätehauses zu spüren.

Dem Ortsvorsteher von Niederwürzbach, Albert Welsch, gleichzeitig Stadtratsmitglied und als Zweiter Beigeordneter der Stadt zuständig für das Feuerwehr- und Bauwesen, seien die Argumente der Feuerwehrleute seit längerem bekannt, meinten Wehrführer Henry Servatius und der Pressesprecher der Würzbacher Feuerwehr, Sebastian Weber. Eigentlich sollte 2003 schon mit dem Anbau an das Niederwürzbacher Gerätehaus begonnen werden. Durch das Politikum um Gerätehäuser anderer Löschbezirke wurde der Niederwürzbacher Anbau wieder nach hinten verschoben.

Selbst die Unfallkasse des Saarlandes, Versicherungsträger der Feuerwehr, bemängelt schon seit langem den Zustand der Fahrzeughalle. Die Wehrmänner haben dort teilweise weniger als 50 Zentimeter Platz, um sich zwischen den Kleiderhaken und dem Fahrzeug umzukleiden. Gerade im Ernstfall eine unzumutbare Gefahrenquelle, meinen die Wehrmänner. Ebenso müssen sich die Freiwilligen den Diesel-Emissionen der Löschfahrzeuge aussetzen. „Die Installation der ständigen Druckluftversorgung ist hier nur ein Notbehelf“, so Löschbezirksführer Henry Servatius. Werner Breier, Oberbrandmeister bei der Niederwürzbacher Feuerwehr, gab zu bedenken, dass man gefährliche Brandpartikel vom Brandherd über die Privatkleidung dann mit nach Hause nehme.

Zurzeit engagieren sich drei Frauen aktiv in der Niederwürzbacher Feuerwehr. Sie müssen sich im Schulungsraum der Jugendfeuerwehr unter unzureichenden Bedingungen umziehen. Umkleiden oder getrennte Duschen existieren für sie nicht. Die Mitarbeit von Frauen in der Feuerwehr sei allseits gewünscht und gefordert, nur von Seiten der Politik werden hierzu keine Voraussetzungen geschaffen, so die Würzbacher Wehrsprecher.

Die Niederwürzbacher Wehr befürchtet nun, dass der Anbau erneut nach hinten verschoben wird, wenn

„Wir wollen nur die
Grundbedingungen
sichergestellt wissen.“

Henry Servatius

man von einem „Hü und Hott“ beim Gerätehaus in Breitfurt in der Saarbrücker Zeitung lesen könne. Dabei ist sich die Niederwürzbacher Wehr seit langem im Klaren darüber, dass man, um finanzielle Mittel zu sparen, sämtliche Arbeiten in Eigenleistung erbringen müsse. Doch der Anbau ist nur die Spitze des Eisbergs: „Undichte Wände im Keller und damit verbundene Schimmelpilzbildung, Betonsanierungen an den Wänden im Außenbereich, eine mehr als 30 Jahre alte Heizung, die nicht die geforderten Emissionswerte erreicht und zudem große Mengen an Heizöl verschlingt, das seit Jahren undichte Dach und die Bodenabsenkung im Außenbereich“, musste Löschbezirksführer Servatius aufzählen. Im Schnitt werden weit mehr als 12000 Liter Heizöl verbraucht, dabei ist es dennoch immer nur kalt.

Im vergangen Jahr wurde das Gebäude mehrmals von Ingenieuren und Architekten besichtigt und begutachtet. Deren Berichte liegen derzeit der Feuerwehr nicht vor. Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener machte sich nach der Versammlung bei einer Besichtigung im Gerätehaus ein genaues Bild von der Situation.

„Wir wollen nur die Grundbedingungen für unsere Arbeit sichergestellt wissen, wir stellen keine unangemessenen Forderungen“, betonte Servatius noch einmal im Gespräch mit unserer Zeitung. Es sei eben bedauerlich, dass Maßnahmen, die schon für 2003 geplant worden seien, nun in unerreichbare Ferne gerückt seien. So könne man keinen Nachwuchs für die ohnehin von Personalsorgen geplagte Feuerwehr gewinnen, betonte Servatius.






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