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Wir über uns (Saarland)

Datum: Sonntag, 01. Januar 2006

Wenn plötzlich der Gong ertönt...

Es ist Samstagmorgen, 9:27 Uhr. Hektik macht sich breit im Mannschaftsraum des LF 8/6 aus Niederwürzbach im Saarland. In einiger Entfernung ist dichter Rauch zu sehen. Es geht rauf auf der holprigen Strecke zur Motocross-Bahn. Ein PKW-Brand wurde gemeldet. Passanten am Straßenrand, die dem Spektakel der Meisterschaften auf der Motocross-Strecke gerade beiwohnen, drehen sich um und verfolgen das LHF 16/25 und das dahinter fahrende LF 8/6.
Gerade noch saß man gemütlich beim Frühstück im Gerätehaus, da ertönte der Alarmgong aus den Lautsprechern. "Einsatz LHF 16/25, LF 8/6; PKW-Brand; Am Biesinger Berg, Lettkaul", lautete die Durchsage der Leitstelle. Der Einheitenführer des LHF, stürmt in die Leitstelle und nimmt die Alarmdepesche in Empfang. Gleichzeitig aber dennoch geordnet laufen die Besatzungen zu den Fahrzeugen. Besetzt mit je einer Staffel melden die Löschfahrzeuge über Funk die Ausfahrt an die Leitstelle. In den Mannschaftsräumen stellen sich zwei Feuerwehrfrauen, zwei Mädchen und vier Jungen der Jugendfeuerwehr auf den Einsatz ein.
Es handelt sich nicht um einen realen Einsatz des Löschbezirks Niederwürzbach, sondern um den ersten von vielen Übungseinsätzen des Berufsfeuerwehrtages, der am Samstag, den 24. September 2005 um 8:00 Uhr morgens seinen Anfang nahm.
Fast ein Jahr zuvor, zur Jahreshauptversammlung im November 2004, äußerten die Niederwürzbacher Jugendlichen erstmals den Wunsch, einen Tag wie bei der Berufsfeuerwehr zu verbringen. Nach der Zustimmung des Wehrführers nahmen nun die Vorbereitungen ihren Lauf.
Neben der Ausarbeitung der Übungseinsätze musste auch das Niederwürzbacher Gerätehaus den Anforderungen eines Berufsfeuerwehrtages gerecht werden und wurde für das Wochenende entsprechend umgestaltet. Der Umfang der Einsätze und die dabei verwendeten Übungsmittel erforderte eine enge Kooperation mit der Leitstelle des Saarpfalz-Kreises, die in die Haupteinsatzzentrale (HEZ) der Berufsfeuerwehr Saarbrücken integriert ist, und der Polizeiinspektion Blieskastel. Beide Stellen bekamen eine detaillierte Liste aller geplanten Übungseinsätze, worauf der Einsatz von Raucherzeugern, die Verwendung von Sondersignalen, der Ort und die genaue Uhrzeit der fiktiven Alarmierung verzeichnet waren.
Die für die einsatzfreie Zeit angesetzten theoretischen und praktischen Ausbildungsinhalte sowie die Essenspausen wurden immer wieder von Alarmmeldungen unterbrochen. Neun Einsätze wurden im Voraus geplant. Zwei weitere kamen im Laufe der 24 Stunden hinzu. Neben dem bereits erwähnten PKW-Brand erwartete die Einsatzkräfte im Laufe des Tages unter anderem die Rettung einer hilflosen Person im örtlichen Weiher, die Rettung einer Katze aus einer Notlage, ein Zimmerbrand sowie der Brand eines Müllcontainers. Die Anwohner schauten interessiert den Übungen zu. Überhaupt war bei den Übungseinsätzen ein großes Interesse der Bevölkerung festzustellen. Da die Betreuer bereits am Samstagabend feststellten, dass der Tatendrang und die Motivation der Jugendlichen nicht zu bremsen war, entschloss man sich, am frühen Sonntagmorgen nochmals zu alarmieren. Um 06:30 Uhr war die sowieso viel zu kurze Nacht zu Ende und der letzte Einsatz, ein Flächenbrand, beendete den spannenden Dienst. S. Weber






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