Home

Wir Über Uns
Chronik
Jugendwehr

Einsätze
Fahrzeuge
Technik
Infoportal

Pressespiegel
Bildergalerie


Pressespiegel
Quelle:

Lokalseite St. Ingberter Zeitung

Datum: Freitag, 29. Juli 2005

Erleichterung nach dem Schock

Nach dem Unfall am Bahnübergang zwischen Lautzkirchen und Niederwürzbach läuft der Zugverkehr wieder normal

von sz-redakteurin christiane de zalewski

Nach dem Zusammenstoß eines Regionalzuges mit einem Schwertransporter (wir berichteten), bei dem am Mittwoch mehrere Menschen verletzt wurden, waren die Verantwortlichen gestern mit der Untersuchung des Hergangs beschäftigt. Der Zugführer, der nicht mehr rechtzeitig hatte bremsen können, stand noch unter Schock.

Lautzkirchen. Gestern früh lief alles wieder normal: Nach dem Unfall am Mittwoch um 16.30 Uhr am Bahnübergang Fischerhütte zwischen Lautzkirchen und Niederwürzbach fuhren die Züge der Regionalbahn Saarbrücken-Pirmasens wieder im Stundentakt zwischen den beiden Städten. Bis zum späten Mittwochabend war zwischen Bahnhof Würzbach und Zweibrücken ein Buspendelverkehr eingerichtet worden, um die Fahrgäste zu transportieren. Um 22.34 Uhr am Mittwochabend wurde die Strecke nach Auskunft der Bahn-Pressestelle in Frankfurt dann wieder freigegeben.

Wie berichtet, war der Zug, aus Niederwürzbach kommend, an diesem Bahnübergang auf den Anhänger eines Schwertransporters geprallt. Der Fahrer des Lkw der Eppelborner Transport- und Baufirma Valentin wollte den Bahnübergang überqueren, um auf der anderen Seite einen Bagger abzuholen, erklärte gestern Firmenchef Gerd Valentin unserer Zeitung auf Anfrage. Nachdem er schon auf den Übergang gefahren war, merkte der Fahrer, dass er "nicht ganz rund kam", so Valentin. Ein zweiter Mann, der den Fahrer begleitete, wollte dann von hinten, vom Anhänger her, eine hydraulische Einstellung regeln, als das Zugsignal ertönte.

Die Schranke senkte sich, wurde aber von dem Anhänger aufgehalten, so dass sie nicht ganz herunter ging. Der Lkw-Fahrer konnte sich mit einem Sprung aus dem Fahrerhaus retten. Er erlitt eine Prellung am Fuß, konnte aber nach Auskunft von Gerd Valentin schon wieder das Krankenhaus verlassen.

Der Zugführer sah den Transporter zwar auf den Gleisen, konnte jedoch nicht mehr rechtzeitig bremsen, so dass es zu einem Aufprall kam, der den Anhänger von der Zugmaschine trennte. Der Zugführer, der aus dem Führerhaus gesprungen war, stand gestern nach Auskunft eines Bahnsprechers noch unter Schock. Insgesamt 13 Menschen waren nach Auskunft der Rettungsleitstelle in Saarbrücken vorübergehend in Krankenhäusern. Die schwerste Verletzung sei eine Unterarm-Fraktur gewesen.

Wie der Bahnsprecher weiter erklärte, wurde der beschädigte Zug am Mittwochabend gegen 21.30 Uhr nach Saarbrücken gebracht, wo er zurzeit mit einem Laser vermessen und auf Schäden untersucht wird. Einige Fenster im vorderen Bereich sind bei dem Aufprall zu Bruch gegangen. Weitaus gravierender wäre es, wenn das Fahrgestell verzogen oder Achsen beschädigt worden wären, so der Bahnsprecher. Die Bundespolizei ist mit der Untersuchung des Unfall-Hergangs beschäftigt.

Gerd Valentin, Inhaber der Eppelborner Transportfirma, die Europa weit agiert und viele Transportfahrzeuge auf den Straßen hat, bedauerte den Unfall, zeigte sich aber gleichzeitig erleichtert, dass er noch einigermaßen glimpflich abgegangen sei. Ein Risiko, dass so etwas passieren kann, bestehe immer, bisher sei seine Firma glücklicherweise verschont worden. Verwundert zeigte er sich darüber, dass der Zugführer nicht gewarnt worden war, nachdem die Schranke sich nicht geschlossen hatte. Auf der kurvenreichen Strecke habe dieser nicht rechtzeitig reagieren können.

Wie unsere Zeitung gestern noch erfuhr, sei an der Unfallstelle Öl ausgelaufen. Die Polizeiinspektion Blieskastel, das Landesamt für Umweltschutz und die Untere Wasserbehörde waren vor Ort, doch waren gestern keine konkreten Einzelheiten zu erfahren.

Wie die Bahn mitteilte, wird am heutigen Freitag um 14 Uhr, eine Woche früher als geplant, der erneuerte Bahnübergang Breitermühle, der 500 Meter vom Übergang Fischerhütte liegt, geöffnet. Letzterer bleibt bis auf weiteres geschlossen.






[Gästebuch] [Links] [Kontakt] [Sitemap] [Impressum]
© Feuerwehr Niederwürzbach
Kontakt: info@fwnwb.de