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Das Land

Datum: Donnerstag, 28. Juli 2005

"Festhalten, gleich knallt's!"

Von SZ-Redakteurin Christiane de Zalewski

Ein Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften war gestern Nachmittag beim Zugunglück am Bahnübergang Breitermühle bei Niederwürzbach im Einsatz. Ein Zug der Regionalbahn Saarbrücken-Primasens stieß mit einem Lkw zusammen, der nahe der Gleise rangierte. Der Übergang bleibt bis auf weiteres gesperrt.

Blieskastel. "Ich saß ziemlich vorn im Zug. Plötzlich wurde gebremst, der Zugführer stürzte aus dem Führerhaus und rief: Haltet euch fest, gleich knallt's! Dann hielt der Zug mit einem heftigen Ruck. Schnell raus!', rief der Zugführer, es kann brennen!' Leute haben geweint und geschrieen, einige bluteten, dann sind wir raus gestürzt!" Gustel Frangart, Zugpassagier aus Blieskastel-Bierbach, ist trotz des Erlebnisses ziemlich gefasst. Er steht um 17.30 Uhr mit zirka weiteren 50 Leuten in einer Wiese neben der Landstraße zwischen Blieskastel-Lautzkirchen und Niederwürzbach, wo das DRK eine Versorgungsstation eingerichtet hat.

Gegenüber, am Bahnübergang Breitermühle, war um 16.30 Uhr am Mittwoch ein Zug der Regionalbahn Saarbrücken-Pirmasens, der um 16.07 Uhr in Saarbrücken abgefahren war, auf einen Tieflader geprallt. Dieser hatte nach Auskunft der Polizei Blieskastel den Bahnübergang überqueren wollen und musste dabei rangieren, wobei er unmittelbar an die Gleise geriet. Währenddessen ging die Halbschranke herunter und der Zug näherte sich. Der Lkw-Fahrer konnte sich mit einem Sprung aus dem Fahrerhaus retten. Er erlitt nach Auskunft des Pressesprechers der Bahn AG schwere Verletzungen, ebenso der Zugführer. Auch ein Passagier wurde schwer verletzt. Sie wurden von einem Notarzt versorgt und ins Krankenhaus gebracht. 18 Menschen, die sich im Zug befunden hatten, wurden mit leichten Verletzungen von Mitarbeitern des DRK, das mit zahlreichen Rettungsfahrzeugen vor Ort war, versorgt. Rund 30 Zuginsassen kamen mit dem Schrecken davon. Unter ihnen war auch Elisabeth Lenhart aus Zweibrücken. "Wir hatten noch großes Glück, dass es nicht mehr Verletzte gab", meinte die Frau, die noch nicht wusste, wie sie nach Hause kommen würde. Auch Thorsten Knoll war im Zug gewesen. Der junge Mann hatte allerdings "kaum was mitbekommen", da er hinten saß. Zusammen mit seinen Begleitern ließ er sich wie die anderen vom DRK mit Getränken versorgen und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Vor Ort waren auch zwei Notfall-Seelsorger. Die Landstraße war gesäumt von mehr als 30 Rettungsfahrzeugen, Polizeiwagen und Feuerwehrautos.

Der Bahnübergang bleibt zunächst bis auf weiters gesperrt, erklärte ein Pressesprecher der Bahn. Zwischen Niederwürzbach und Zweibrücken habe man aber einen Busverkehr als Ersatz eingerichtet.






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