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Presseinformation

Datum: Freitag, 07. November 2003

Mitgliederschwund zwingt Feuerwehren zum Umbruch

Berlin – Deutschlands Feuerwehrwesen steht vor dem größten Umbruch seit Gründung der Bundesrepublik: „Die demographische Entwicklung und die finanzielle Belastung der Kommunen gefährden unser flächendeckendes Netz für schnelle Hilfe“, warnt Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

Beirat mit Klaus Kinkel und Hans Meiser soll helfen

In Berlin konstituiert der Spitzenverband der Feuerwehren heute einen Beirat, dem Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien angehören. „Dieses Gremium soll uns dabei helfen, Lösungen zu finden, Türen zu öffnen und den Feuerwehren Gewicht in der Politik, im öffentlichen Leben und in der veröffentlichten Meinung zu geben“, sagt Kröger. So konnte er Bundesminister a.D. Dr. Klaus Kinkel und TV-Moderator Hans Meiser („Notruf“) für die Mitarbeit in dem 26-köpfigen Gremium gewinnen. Der Feuerwehrpräsident: „Es sind Menschen, die mit ihrem guten Namen für eine gute Sache einstehen.“

Deutschlands Feuerwehren leisten durchschnittlich alle neun Sekunden schnelle Hilfe. Kröger: „In den letzten Jahrzehnten haben sich die Feuerwehren zu Allroundwehren entwickelt, die ihren Einsatzschwerpunkt in der Unfallrettung, dem Umweltschutz und der Technischen Hilfeleistung haben. Außerdem stellen die Berufsfeuerwehren einen bedeutenden Teil des medizinischen Rettungsdienstes und Krankentransportes sicher.“

Mitgliederschwund und überlastete Kommunen

Ein besonderes Gewicht hat in Deutschland aber traditionell das Ehrenamt: Jeder zweite klassische Feuerwehreinsatz (ohne Rettungsdienst) wird von einer der 24 500 Freiwilligen Feuerwehren absolviert. DFV-Präsident Kröger: „Allein von 1998 bis 2001 haben diese Feuerwehren nach den uns vorliegenden Zahlen rund 40 000 Feuerwehrfrauen und -männer verloren. Dazu kommt die angespannte Finanzlage der Kommunen. Städte und Gemeinden haben es immer schwerer, das flächendeckende System der Gefahrenabwehr zu finanzieren. Deutschlands Feuerwehren schieben einen Investitionsstau in dreistelliger Millionenhöhe vor sich her.“

„Mit mehr als einer Million ehrenamtlicher Helfer in den Feuerwehren sind die Kommunen auch Deutschlands größter Dienstleister im Zivil- und Katastrophenschutz“, betont Kröger. Er fordert deshalb nachhaltige Unterstützung bei Bund und Ländern ein: „Die Feuerwehren sind bereit, sich weiterzuentwickeln und zu öffnen. So möchten wir zum Beispiel den Frauenanteil von derzeit fünf kurzfristig auf zehn Prozent verdoppeln. Ein Forschungsprojekt war bereits fest mit dem Bund besprochen – doch die Förderzusage wurde dann leider überraschend wieder zurück gezogen. Das ist ein trauriges Beispiel für unsere Schwierigkeiten. Genauso erwarten wir künftig mehr Unterstützung für die Nachwuchswerbung und für unsere Präventionsarbeit, damit Brand- und Unglücksfolgen schon im Vorfeld verringert werden.“

Feuerwehrpräsident Kröger: „Deutschlands Feuerwehren stellen ihre große Leistungsfähigkeit täglich unter Beweis. Katastrophen wie die Jahrhundertflut im vergangenen Jahr zeigen zudem, wir wertvoll unser System der schnellen Hilfe an jedem Ort ist. Dieses System darf nicht leichtfertig vernachlässigt werden.“






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