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Saarland und Nachbarn

Datum: Mittwoch, 18. Juni 2003

Bahn holpert über abgestürzten Baum

Regionalbahn auf der Strecke zwischen Niederwürzbach und Hassel entgleist - Zuginsassen bleiben unverletzt


Bahn holper über angestürzten BaumHalt vorm Abgrund. Weil ein Baum, der vermutlich in der Nacht zuvor auf die Schienen gestürzt war, eine Achse beschädigt hatte, sprang am Dienstag gegen 6.10 Uhr diese Regionalbahn zwischen Niederwürzbach und Hassel aus den Gleisen. Der Zug kam erst kurz vor einer Böschung zum Stehen, die Zuginsassen blieben aber alle unverletzt. FOTO: IMAGESERVICE
Blieskastel/St. Ingbert (tr). Mit dem Schrecken sind die 26 Menschen davon gekommen, die am Dienstagmorgen in einer Regionalbahn gesessen hatten, die um 6.10 Uhr in Höhe des Niederwürzbacher Weihers aus den Gleisen sprang. Alle Insassen und der Lokführer blieben unverletzt. Die Bahn war der erste Zug, der an diesem Morgen von Pirmasens Richtung Saarbrücken unterwegs war.

Auslöser des Unfalls war ein Baum, der nachts auf die hier eingleisige Zugstrecke gestürzt war. Auf der in diesem Bereich kurvenreichen Strecke sah der Lokführer den Baum wohl zu spät. "Er versuchte zwar noch eine Vollbremsung, doch es reichte nicht mehr", erklärte Hermann Schlechter vom zuständigen Regionalnetz der Bahn. Durch den auf den Schienen liegenden Baum wurde die erste Achse des vorderen Drehgestells herausgerissen, die sich dann unter dem Zug verkeilte. Der Triebwagen entgleiste, rutschte aber noch etwa 80 Meter weiter und kam erst kurz vor einer etwa 20 Meter tiefen Böschung zum Stehen.

Jörg Lindinger, von der Pressestelle des Bundesgrenzschutzes, erklärte: "Fremdverschulden ist wohl auszuschließen". Der Ansicht ist auch Helmut Wolf, der Förster des an die Bahnlinie angrenzenden Reviers. Nach Wolfs Meinung könnte der jetzt umgestürzte Baum bereits bei einem Unwetter vor einigen Tagen beschädigt worden sein. "Die Unwetter haben anscheinend zu einem Wurzelabriss geführt. Der Baum löste sich langsam aus dem Erdreich und stürzte deshalb möglicherweise erst jetzt auf die Schienen", erläuterte Wolf.

Nach dem Unfall marschierten die Insassen des Zuges im Übrigen zu Fuß entlang der Gleise bis zum zwei Kilometer entfernten Bahnhof Hassel. Von dort aus wurden sie mit einem Bus weiterbefördert. Auch in den folgenden Stunden ersetzten Busse den Schienenverkehr. Die Bahnstrecke blieb am Dienstag den ganzen Tag über gesperrt. Die Unfall-Bahn zog ein eigens aus Kornwestheim herbeigeorderter Kranzug zum nächstmöglichen Abstellplatz nach Homburg. "Am Mittwochmorgen verkehren wieder alle Züge zwischen Saarbrücken und Pirmasens planmäßig", hieß es bei der Bahn-Pressestelle in Frankfurt.






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