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Gefahrstoffübung Blieskastel-Mitte, Niederwürzbach

Datum: Montag, den 10. Mai 2004
Ort: Parkplatz Turnerheim, Dammstrasse (Sportplatz); Niederwürzbach

Angenommene Lage:

Ein LKW-Fahrer wollte Fässer mit dem Stoff Propylamin im Würzbach entsorgen. Der Stoff Propylamin mit der UN-Nummer 1277 ist leicht wassergefährdend, leicht entzündlich und ätzend. Der Fahrer schaffte es, ein Fass unbeschädigt am Flussbett zu platzieren. Beim entladen des zweiten Fasses verunglückte der Fahrer und blieb bewusstlos auf der Ladefläche liegen.

Ablauf der Übung:

Gegen 19:00 Uhr meldeten Passanten einen brennenden LKW auf dem Parkplatz am Sportplatz/Turnerheim in Niederwürzbach. Die Leitstelle alarmierte den Löschbezirk Niederwürzbach. Alarmmeldung: Brennender LKW Dammstrasse, Sportplatz.

Der Gruppenführer des eintreffenden LHF 16/25 aus Niederwürzbach erkundete die Lage. Zuvor hatten sich Angriffs- und Wassertrupp bereits auf der Anfahrt mit Atemschutzgeräten ausgerüstet. Der Angriffstrupp wurde mit der Menschenrettung und Erkundung beauftragt. Der Wassertrupp, der auch als Sicherungstrupp bereitgestellt wurde, sperrte die Unfallstelle ab. Der Schlauchtrupp stellte die Wasserversorgung bereit. Die Person wurde aus dem Gefahrenbereich gebracht. Der Angriffstrupp erkundete weiter die Lage an der Einsatzstelle und konnte die Ladepapiere sichern und an die Einsatzleitung übergeben. Der Einsatzleiter beschloss, die Gefahrenstelle im Umkreis von 50 Metern abzusperren und die ABC - Einheit des Saarpfalz-Kreises zu alarmieren. Unterdessen sicherte die Besatzung des LF 8/6 aus Niederwürzbach den Verkehr auf der angrenzenden Hauptverkehrsstrasse. Der Gruppenführer des LF 8/6 stellte einen weiteren Sicherungstrupp an der Einsatzstelle bereit. Der Angriffstrupp dichtete eine Kanalöffnung unterhalb des LKW ab und erkundete im Umkreis der Gefahrenstelle weiter. Es wurde ein Fass am Flusslauf gefunden, das mit einem Stoffnamen und Gefahrensymbolen gekennzeichnet war. Der Stoffname wurde per Funk an die Einsatzleitung weitergegeben.

Ein Rüstwagen-Gefahrgut 2, ein Rüstwagen 2, ein Gerätewagen-Atemschutz, ein Tanklöschfahrzeug 16/25 und ein Mehrzweckfahrzeug trafen aus Blieskastel ein. Der ABC - Einheitenführer lies nach der Erkundung und Feststellung der Gefahren zwei Trupps mit Chemie-Schutzanzügen (CSA) ausrüsten. Mit Messgeräten ging der erste CSA-Trupp zur Einsatzstelle vor und untersuchte erneut die Lage. Der Wassertrupp aus Niederwürzbach errichtete den Brandschutz für die Einsatzkräfte. Nach dem Wechsel der Atemluftflaschen brachte der Angriffstrupp eine Sperre auf dem Gewässer etwa 100 Meter hinter der Unfallstelle flussabwärts an. Feuerwehrmänner aus Blieskastel errichteten eine Dekonterminationsstelle. Nachdem der Potentialausgleich an den Fässern und dem Fahrzeug hergestellt war, begann der zweite CSA-Trupp mit dem Abpumpen der Flüssigkeit aus den Fässern.

Fazit:

Die Führungskräfte zeigten sich auf der anschliessenden Abschlussbesprechung zufrieden mit dem Ablauf der Übung. Die Zusammenarbeit der einheimischen Kräfte aus dem Löschbezirk vor Ort und den Kräften der ABC - Einheit lief reibungslos ab. Jedoch zeige diese Übung erneut, welch hoher Aufwand an Personal, Material und Zeit für einen Gefahrstoffeinsatz erforderlich ist. Die Übung dauerte insgesamt 3 Stunden.
[Übungsbilder in der Bildergalerie]


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Autor: Sebastian Weber






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