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Jahreshauptversammlung 2004

Eine Linderung der akuten Personalsorgen konnte Löschbezirksführer Henry Servatius vermelden. Am vergangenen Samstagabend beging die Wehr ihre alljährliche Jahreshauptversammlung im Gerätehaus Niederwürzbach. Zurzeit gehören eine Feuerwehrfrau und 31 Feuerwehrmänner dem Löschbezirk Niederwürzbach an. Die Sollstärke liegt zwar bei 37 aktiven Feuerwehrangehörigen, doch gegenüber dem Jahr 2002 konnten 3 neue Feuerwehrleute und 2 Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr vermeldet werden. "Das lässt uns optimistischer in die Zukunft schauen", so Servatius. Es gäbe dennoch kein Grund zur Entwarnung. Man werde sich im neuen Jahr zusammensetzten und überlegen, wie man weiterhin Bürgerinnen und Bürger für den aktiven Feuerwehrdienst gewinnen kann.

Im abgelaufenen Jahr 2003 wurde die Feuerwehr Niederwürzbach zu 18 Einsätzen gerufen, wobei ca. 275 Einsatzstunden abgeleistet wurden. "Ein normaler Jahresverlauf", so Servatius im Hinblick darauf, dass im Jahr 2002 ebenfalls 18 Einsätze zu Buche standen. Von den 1560 möglichen Übungsstunden leistete die Wehr gerade einmal 61,7 %. Servatius begründet dies mit der relativ hohen Anzahl an Wechselschichtarbeitern im Löschbezirk. "Das Fundament unsere Tätigkeit ist die Ausbildung", so Servatius und appellierte dabei an jeden Einzelnen, so oft wie möglich die Dienstabende zu besuchen.

In seinem Jahresbericht wies der Löschbezirksführer auf den dennoch sehr hohen Ausbildungsstand des Löschbezirkes hin. So konnten 2003 vier Personen an Lehrgängen an der Landesfeuerwehrschule teilnehmen. Die Wehrleute wurden in den Bereichen Strahlenschutz, Technische Hilfeleistung und als Gruppenführer ausgebildet. Ein Wehrmann nahm am Lehrgang für Gerätewarte teil.

Schriftführer Andreas Motsch und Kassenwart Hans-Clemens Stephan wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Der stellvertretende Ortsvorsteher Kurt Schwarz bedankte sich bei der Feuerwehr für das Engagement und die geleistete Arbeit.

Wehrführer Wolfgang Nehlig wies in seiner Rede darauf hin, dass das heutige Einsatzgeschehen eine erhebliche Mehrarbeit erfordert. Mit immer weniger Personal müssen vermehrt komplizierte Einsätze bewältigt werden. Nehlig lobte den Ausbildungsstand im Löschbezirk und bedankte sich bei den vielen Niederwürzbacher Helfern, die zusätzlich noch Ämter und Aufgaben für das gesamte Stadtgebiet ausfüllen. So kommt z. B. der Fachberater der ABC - Einheit, der Chemie-Student Christian Märkert, aus Niederwürzbach. Ebenso engagieren sich die Würzbacher Wehrleute in der Kleiderkammer und als Ausbilder auf städtischen Lehrgängen. Der Leiter Atemschutz und stellvertretende Wehrführer, sowie der Stadtjugendwart sind angehörige des Löschbezirks Niederwürzbach.

Verdiente Feuerwehrangehörige wurden an diesem Abend geehrt. Hans-Clemens Stephan und Roland Hamann erhielten von Wehrführer Nehlig eine Urkunde. Beide Wehrmänner gehören der Feuerwehr bereits seit 30 Jahren an. Hans-Georg Hemmerling wurde von Kurt Schwarz und Wolfgang Nehlig für 25 Jahre Dienstzeit mit dem silbernen Feuerwehr-Ehrenkreuz ausgezeichnet. Christian Degel erhielt eine Auszeichnung für seine 20 jährige Dienstzeit. Sebastian Weber wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert.

An diesem Abend wurden auch zwei Wehrleute neu in ein Amt berufen. Lutz Backes wurde zum neuen Beauftragten für die Jugendfeuerwehr ernannt und Thomas Franz übernimmt die Arbeit des Gerätewartes von seinem Vorgänger Walter Groh. Löschbezirksführer Servatius wünschte den neuen Amtsinhabern eine glückliche Hand für ihre neuen Aufgaben.

Der Stadtjugendwart Michael Massl bedankte sich bei Lutz Backes für seine Bereitschaft, die Geschicke der Jugendarbeit zu leiten. Im Jahr 2003 nahm die Jugendfeuerwehr Niederwürzbach 8 neue Angehörige auf. Obwohl 2003 kein Jugendwart gefunden wurde, konnte die Zahl der Mädchen und Jungen auf 18 erhöht werden. Die im Juli abgeleistete Jugendflamme der Stufe 2 haben alle 26 Teilnehmer der Stadt Blieskastel bestanden, darunter 1 Mädchen und 3 Jungen aus Niederwürzbach. "Das zeigt nach wie vor den hohen Ausbildungsstand der Jugendlichen", so Massl. Zum 31.12.2003 bestand die Jugendfeuerwehr der Stadt Blieskastel aus 207 Jugendlichen, davon 46 Mädchen. Die Jugendfeuerwehr ist wieder "In", betonte Massl.
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Autor: Sebastian Weber






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